Und vielleicht auch noch andere.

Reisen, die zweite: Anshan

Weihnachten ist vorbei, meine Reise nach Anshan auch.
Wie war’s? Super.
Aber von Anfang an.

Am 22. Dezember abends um kurz nach neun ging unser Zug nach Anshan. Viereinhalb Stunden. Danach waren wir beide total im Eimer.
Am 23. haben wir beiden dann erstmal schön gepflegt bis um 10 Uhr unsere Augen ausgeruht. Nach Frühstück und Dusche haben wir uns dann mit der Mutter meiner Freundin und deren Freund aufgemacht zur Wohnung eines bekannten Künstlers*.
Dort haben wir uns dann in Kalligrafie geübt und auf ganz traditionelle Art und Weise Tee getrunken.

Nicht erst seit ich hier in China bin trinke ich gerne Tee. Aber soviel Tee wie an diesem Nachmittag habe ich in meinem ganzen Leben noch nie getrunken. Es waren glaube ich ich sieben oder acht verschiedene Sorten. Alle sehr lecker. An diesem Nachmittag war ich bestimmt dreimal auf dem Stillen Örtchen.

Abends waren wir dann mit dem Vater meiner Freundin essen. Koreanisch. Hmmmm.
Am nächsten Morgen zum Frühstück gab’s dann mein absolutes Leibgericht: Jiaozi 饺子! Ich bin ja eigentlich eher jemand, der frühmorgens noch nicht mal ein Stück Käse runterbekommt. Aber zum einen wurden die Jiaozi ja extra wegen mir gemacht und zum anderen waren sie sowas von lecker.
Da aber noch viel übrig war, gab’s die nächsten zwei Tage zum Frühstück auch nochmal Jiaozi. Hach, so muss das Paradies sein.
Um die Jiaozi zu verdauen haben wir dann am Nachmittag mit einem Freund meiner Freundin einen Spaziergang durch einen Park in Anshan mit anschließendem Kaffee-Trinken gemacht. Sehr gemütlich, so gefällt mir das.
Den Heiligabend habe ich dieses Jahr mal nicht unterm Christbaum, sondern bei Bekannten (siehe *) verbracht. Gab lecker essen und wir haben uns nett unterhalten.

Am nächsten Tag hatte es geschneit und wir beschlossen, den Hausberg von Anshan zu besteigen. Das Wetter war zwar etwas trübe, aber verschneite Städte sehen immer irgendwie hübscher aus als sonst.

Da’s uns nach einer Stunde aber definitv zu kalt wurde (es hatte an dem Tag glaube ich zwanzig Grad minus), sind wir dann auch wieder zurück nach Hause und haben ein bisschen Siesta gehalten.
Abends ging’s dann in eine Art Wellnesscenter. Da haben wir dann gemacht, was man da halt so macht: baden, sich waschen, auf heißen Steinplatten rumliegen. Entspannen eben. Herrlich war das.

Ja, und am nächsten Tag ging’s auch schon wieder zurück nach Dalian, eigentlich mit einem Schnellzug. Eigentlich. Denn irgendwie war die Fahrkarte zwar doppelt so teuer wie für den Zug, mit dem wir nach Anshan gefahren sind, aber dieser Zug war genauso schnell (oder langsam) wie der andere.
Wir kamen jedenfalls abends ziemlich müde in Dalian an. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie müde einen rumsitzten im Zug doch machen kann…

Soweit zu Reise Nummer 2. Reise Nummer 3 folgt ja auch schon Ende Februar, Anfang März.

* Natürlich ein Freund des Freundes der Mutter meiner Freundin.Wie sollte es auch anders sein.

Eine Antwort

  1. Pingback: Links zum Thema Kalligrafie (Entwurf 1.0) « China Blog

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