Und vielleicht auch noch andere.

Wohnungsbesichtigung

Ich habe am Sonntag ein wirklich gutes, sauberes, günstiges und sehr nahe bei meiner Wohnung liegendes Internetcafé ausfindig gemacht.
Nun kann ich die superschnellen Computer dort benutzen und bin nicht mehr auf die ar***langsamen der Schule angewiesen. Die sind wirklich das Grab. Vor allem, wenn man E-Mails mit Anhang verschicken will. Da hab’ ich wirklich vorher Enkelkinder, bevor diese Mail mal versandt wurde!
Was ich aber eigentlich sagen wollte: die Berichte auf meinem Blog werden ab sofort etwas ausführlicher – und vor allem bebildert – sein.
Den Anfang mache ich mal mit einer kleinen Wohnungsbesichtigung.
Meine Wohnung liegt im 沙河口区 (Shahekou-District, was übersetzt soviel wie „sandige Flussmündung“ bedeutet) und ist wirklich toll. Fast schon luxuriös, möchte ich sagen.
Zunächst mal das Wohn- und Schlafzimmer. Geräumig, schönes großes Bett(sofa) und ein großer Fernseher. Allerdings geht er leider nicht, da wohl der Receiver kaputt ist.

Schlafzimmer

Schlafzimmer

Fernseher

Fernseher

Aber zuviel Fernsehen macht sowieso nur viereckige Augen. Wissen wir ja alle.
Neben dem Fernseher steht mein improvisierter Schrank. Da die Wohnung leider nicht über so was verfügt, musste ich mir etwas behelfen.

Schrank

Schrank

Ich finde, das hat so was von „Juppi-Architekten-Loft“. Die haben auch keine Schränke, sondern nur „Module“, in oder auf die sie ihre Kleider legen. Wenn die das können, kann ich das auch.
Weiter geht’s zur Küche. Die ist zwar klein, aber fein.

Küche

Küche

Gewürze sind auch vorhanden, von denen ich auch schon fleißig Gebrauch gemacht habe. Besonders das Salz hat’s mir angetan. Das schmeckt – um es mal in moderner deutscher Jugendsprache auszudrücken – total geil. Viel besser als das Salz daheim. Es schmeckt „nach mehr“. (Ich könnte glatt in die Werbung gehen…)
Hoffentlich find’ ich das im Supermarkt wieder, wenn’s mal leer ist. Wäre dem nicht der Fall, könnte mich das in eine echte Lebenskrise stürzen.
Aber gehen wir weiter zum Kühlschrank.

Kühlschrank

Kühlschrank

Der steht im Flur. Verständlich, denn das Ding hätte in der Küche definitiv keinen Platz gehabt! Ist – wie es sich für eine Wohnung in der Stadtmitte gehört – natürlich das Luxusmodell mit Energieeffizienzklasse A und großem Gefrierfach. Das sollte ich bald mal mit Eis oder ähnlichem füllen.
Steht mal vor dem Kühlschrank, steht man auch fast schon im Bad. Dazu gibt’s wohl am meisten zu sagen (irgendwie sind Bäder in fremden Ländern von allen Räumen einer Wohnung immer am interessantesten. Müsste man mal untersuchen, warum das so ist. Es gibt doch bestimmt noch einen Psychologie-Studenten, der noch kein Thema für seine Abschlussarbeit hat. Wenn ja, bitte melden.)
Aber wieder zurück zum Bad. Das sieht so aus:

Bad

Bad

Es gibt sogar eine Waschmaschine, allerdings habe ich mich bis jetzt noch nicht getraut, sie zu benutzen. Ich habe nämlich Angst, dass sie während dem Schleudergang in die Badewanne fällt.

Waschmaschine

Waschmaschine

Weiter wäre noch anzumerken, dass, wenn ich dusche, immer das halbe Bad überschwemmt ist. Wer allerdings schon mal in einem Bad es Studentendorfs „Vauban“ in Freiburg war weiß, dass das kein chinesisches Phänomen ist. Das Wasser, das diese Überschwemmung verursacht, kommt übrigens aus einem Loch in der Badwanne. Dieses Loch ist absichtlich da, nehme ich mal an.

Loch

Loch

Aber im Boden gibt es einen Abfluss, also alles halb so wild. Und der Boden ist so immer sauber. (Ich putze trotzdem regelmäßig. Nur, damit hier keine Missverständnisse aufkommen.)
Allerdings benutze ich für das Bad immer Hausschuhe. Die hab ich auch in der Dusche immer an, da in der Badewanne ein riesiger Rost-oder-sonstwas-Fleck ist und ich keinen Wundstarrkrampf bekommen möchte es irgendwie eklig finde, da barfuss reinzusteigen.

Rostfleck

Rostfleck

Was ich fast ganz vergessen hätte: Man wirft in China das Klopapier auf keinen Fall ins Klo. Die Rohre sind hier wohl so schlecht, dass man es immer in den Mülleimer wirft, wenn man nicht dauernd verstopfte Rohre wieder freimachen möchte. Aber davon gibt’s nun wirklich kein Bild.
Wenn wir schon mal beim Klo wären: die Klospülung geht im Übrigen auch nicht. Der Spülkasten ist einfach nicht an eine Wasserleitung angeschlossen. Man muss dann eben immer eine Schüssel Wasser ins Klo leeren um zu spülen, was ich jetzt auch nicht so tragisch finde. Hier ist eben alles ein bisschen anders.
Zu guter Letzt machen wir noch einen Abstecher auf den Balkon.

Balkon

Balkon

Da trocknen die Kleider bestimmt auch im Winter relativ gut. Und der Blick von selbigem ist auch nicht zu verachten, vor allem nachts.

Blick vom Balkon bei Nacht

Blick vom Balkon bei Nacht

Allgemein gibt es noch zu sagen: Klebt man Tesa auf die Wand und reißt es wieder ab, hat man ein Stück vom Putz in der Hand. Sollte man also besser lassen.
Für die Elektro-/ Sanitärfachleute unter euch sei noch folgendes angemerkt: Alle Leitungen/ Kabel sind hier „auf Putz“. Zumindest in Küche und Bad.

Rohre

Rohre

Kabel

Kabel

Fazit: Super Wohnung, auch, wenn man das bei den vielen Sätzen mit „geht nicht“ oder „ gibt’s nicht“ kaum glauben mag. Aber die Wohnung ist wirklich super, vor allem das Bad. Da hab ich nämlich schon ganz andere gesehen.
Over und aus.

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4 Antworten

  1. Ich schicke dir erstmal eine Flasche Desinfektionsmittel. Oje… das Bad ist echt „saugeil“. 😉

    10. August 2009 um 15:53

  2. Und wo sind die Fotos von dir unter der Dusche? 🙂

    10. August 2009 um 15:59

  3. Auf Kuba durfte man das auch nicht mit dem Klopapier. Und mehr möchte ich dazu auch nicht sagen. Schön hast du’s da! Wer rastet, der rostet oder so ähnlich!

    10. August 2009 um 22:39

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