Und vielleicht auch noch andere.

Warten auf Godot

China ist fuer den gemeinen Deutschen vor allem wegen einem kleinen Verb eine Herausforderung: warten.

In China muss man staendig warten. Man wartet auf den Bus, Zug oder das Flugzeug, der bzw. das Verspaetung hat (und ich rede hier nicht von 15 Minuten!), auf den Lehrer, der wegen der Verspaetung des Busses zu spaet kommt oder man wartet im Supermarkt an der Kasse (in China ist immer ueberall viel los; ist dem nicht so, ist was faul).

Gelegentlich habe ich das Gefuehl, dass die Chinesen gar nicht so recht wissen, worauf sie eigentlich warten. Sie warten einfach, quasi als Hobby.

„Ich spiele in meiner Freizeit gerne Tennis. Und Sie?“
„Interessant. Also ich warte gerne.“

Was mich allerdings am meisten ueberrascht: ich (namentlich: die Koenigin der Ungeduld) komme damit ausgesprochen gut zurecht. In Deutschland hat mich warten viel mehr genervt.

Nachtrag: Bitte nicht wundern, wenn ich auf Kommentare nicht antworte. Kann vor hier aus naemlich leider nicht auf meinen Blog zugreifen.

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Eine Antwort

  1. Das war bei mir auf Kuba genausos. Anfangs war ich schon etwas nervös, aber wenn man erstmal im Flow ist mit dem Warten, geht es ganz gut. Ist ja auch mal nett, n Gang zurückzuschalten.

    27. Juli 2009 um 12:18

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