Und vielleicht auch noch andere.

Archiv für Juli, 2009

Schlüsselerlebnis

Gestern war ich im Meer schwimmen. Herrlich war das, wenn auch ein bisschen voll (mit „ein bisschen“ meine ich „Ballermann 6-voll“; aber so ist das hier halt, irgendwo muessen die 1,3 Mrd. ja bleiben).
Leider hab ich jetzt einen Sonnenbrand. Wie jedes Jahr. Ich lerne einfach nichts dazu.

Was ich noch habe, ist ein neues Tuerschloss. Ich wollte eigentlich nur Einkaufen gehen und die Tuer abschließen und…zack! Schloss kaputt.
Zum Glueck stand der Nachbar grad draußen. Den hab ich dann den Schluesseldienst anrufen lassen.
Dieser bestand aus 3 jungen Maennern mit Taschen voll technischen Kram.
Ich war anfangs ja doch etwas skeptisch, als einer der 3 mir kurz mitteilte, dass das Schloss kaputt sei und es dann mit Hammer und Meißel aus der Tuer geschlagen hat.
Aber offenbar wusste er, was er tat und nun hab ich ein neues funktionierendes Tuerschloss. Gekostet hat mit der Spass 140 Yuan (ca. 14 Euro). Fuer Deutschland spottbillig. Fuer China eher nicht. Aber auf dem Flur schlafen konnte ich ja auch nicht.

Jetzt ist ja wieder alles gut, aber zum Einkaufen hatte ich dann auch keine Lust mehr. Werd ich heute machen. Dann kann ich dem netten Nachbarn auch gleich noch ne Kleinigkeit kaufen.
Ohne den waer ich naemlich aufgeschmissen gewesen.

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Warten auf Godot

China ist fuer den gemeinen Deutschen vor allem wegen einem kleinen Verb eine Herausforderung: warten.

In China muss man staendig warten. Man wartet auf den Bus, Zug oder das Flugzeug, der bzw. das Verspaetung hat (und ich rede hier nicht von 15 Minuten!), auf den Lehrer, der wegen der Verspaetung des Busses zu spaet kommt oder man wartet im Supermarkt an der Kasse (in China ist immer ueberall viel los; ist dem nicht so, ist was faul).

Gelegentlich habe ich das Gefuehl, dass die Chinesen gar nicht so recht wissen, worauf sie eigentlich warten. Sie warten einfach, quasi als Hobby.

„Ich spiele in meiner Freizeit gerne Tennis. Und Sie?“
„Interessant. Also ich warte gerne.“

Was mich allerdings am meisten ueberrascht: ich (namentlich: die Koenigin der Ungeduld) komme damit ausgesprochen gut zurecht. In Deutschland hat mich warten viel mehr genervt.

Nachtrag: Bitte nicht wundern, wenn ich auf Kommentare nicht antworte. Kann vor hier aus naemlich leider nicht auf meinen Blog zugreifen.


Auf und davon

Da ihr die Spannung sicher kaum noch aushaltet, kommt hier nun der erste offizielle Bericht.

Am Samstag, den 18. Juli habe ich mich aufgemacht zum Flughafen Frankfurt. Ein Riesenteil, kann ich euch sagen. Zuerst haben wir (Mami, Papi und ich) unsere knurrenden Maegen gefuellt, da wir natuerlich viel zu frueh da waren. Aber wir sind nun mal Deutsche, das liegt uns also in den Genen (um mal ganz elegant alle Schuld von mir zu weisen).

Unsere Maegen waren dann bald gefuellt, also auf zum Koffer aufgeben. Dort erwartete uns allerdings eine boese Ueberraschung: 4 kg Uebergepaeck, macht 120 EUR. Verdammt. Aber mehr haette ich wirklich nicht dalassen koennen. Ich bin nicht naemlich nicht so der FKK-Typ.
Dann huschten wir zur Passkontrolle, wo dann der traenenreiche Abschied folgte. Auch ich bin nun mal nicht aus Eis, auch, wenn ich das manchmal denke.

Nach gefuehlten 10.000 Kontrollen sass ich dann im Flugzeug. Kaum hatte ich meinen Hintern dem Sitz angepasst, kam eine Flugbegleiterin auf mich zu. Die Fluggesellschaft hatte bei der Sitzplatzvergabe fuer eine vierkoepfige Familie einen Fehler gemacht. Da sie kein Kind alleine setzen koennen, wurde ich nun gefragt, ob ich meinen Platz am Gang (ich sitze sehr gerne am Gang), aufgeben wuerde. Natuerlich habe ich ja gesagt, und so sass ich neben zwei Argentinierinnen am Fenster. War aber auch ganz gut, denn die Aussicht war fantastisch! Sonnuntergang im Flugzeug ist herrlich! Die Familie war gluecklich, die Flugbegleiterin auch. Ich auch, denn ich habe zum Dank ein kleines improvisiertes Geschenk bekommen (Mozartkugeln, hmmm).

Ich beschreibe jetzt nicht jede einzelne Stunde, ich sage nur so viel: Der Flug war lang. Ich konnte mich gerade noch beherrschen die Stewardessen nicht staendig zu fragen: „Wann sind wir endlich da?“

8.30 Uhr Ortszeit war ich dann in Peking. Da ich zwei Fluege gebucht hatte (war billiger), musste ich ein Gepaeck holen und nochmal neu einchecken. Das Gepaeck holen war einfach. Auf dem riesen Pekinger Flughafen meinen Flugsteig zu finden war dann schon schwieriger.
Nachdem ich bestimmt 10 Leute gefragt hatte, habe ich dann verstanden, dass mich ein Bus zu dem Gate bringen soll. Ich stieg ein, fuhr zum Terminal, alles war gut.
Dort wurde ich allerdings auf eine – vor allem fuer Deutsche – harte Probe gestellt: ich musste warten, da das Flugzeug aufgrund technischer Schwierigkeiten zwei Stunden spaeter als geplant losflog. Damit die Passagiere nicht den Aufstand proben, wurde uns Wasser (die Sommer in Peking sind unglaublich heiss und schwuel) und spaeter sogar ein warmes Essen gegeben. Wenn sie was zu Essen haben, dann sind die Chinesen beruhigt, hatte ich so das Gefuehl.

Um 16.00 Uhr Ortszeit wurde ich dann von der Sekretaerin der Schule abgehol und zu meiner Wohnung gebracht, in der in nun doch alleine Wohne. Auch nich schlecht, dann kann ich nackt in der Wohnung rumrennen.:-) Danach noch kurz zur Schule der Schulleiterin Hallo sagen.
Um 20.00 Uhr bin ich dann todmuede ins Bett gefallen und habe erstmal 12 Stunden geschlafen.

Der naechste Bericht folgt bald.

Auf diesem Weg moechte ich auch noch Monepoly danken, die fuer die naechsten Monate mein persoenlicher Webadministrator sein wird.

[Anmerkung Mone: Vielen Dank Palanka, ich danke mir hiermit selbst. Und… WordPress.com ist so verdammt langsam. Ich danke deswegen auch meinem Webspace. Guter Junge!]


Ich packe meinen Koffer…

…und nehme nur soviel mit, dass es in der Summe 20 kg wiegt.

Gut, der Koffer bringt jetzt 22, 5 kg auf die Wage, aber das dürfte noch in der Toleranzzone sein. Ich weiß jetzt nämlich wirklich nicht mehr, was ich noch auspacken soll.

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Nur noch 2 Tage und dann bin ich weg!


Es ist soweit

Liebe Leser,

es ist nun auch bei mir soweit: das präabreisebedingte Chaos ist eingezogen! Folgende Bilder beweisen das auf erschreckende Weise:

Manch einer wird sich jetzt vielleicht fragen: Chaos?! Bei mir sieht’s so aus, wenn aufgeräumt ist!

Ich allerdings bin einer dieser Menschen, die ihre CDs alphabetisch ordnen, immer die farblich passenden Accessiores zur Kleidung tragen, lose herumfliegende Blätter hassen und Blätterstapel, wenn sie schon auf dem Tisch herumliegen müssen, am liebsten parallel zur Tischkante anordnen.

Nun begreift man vielleicht etwas besser, warum das Chaos ausgebrochen ist. Wenn ich in dem ganzen Durcheinander meinen Laptop (und vor allem Zeit dafür!) finde, dann werde ich auch ein Bild vom Kofferpacken und dem unumgänglichen Nervenzusammenbruch veröffentlichen.

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Nur noch 4 Tage bis ich meinen Langstreckenflug nach China antreten werde!


***Hören und lesen***

„…we love this exaltation…“ aus fascination von Alphabeat (Album: This is Alphabeat)

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Nur noch 5 Tage bis zu meinem Abflug!


Ich packe meinen Koffer…

…und nehme folgendes mit:

Packliste

Kleider:

  • Oberteile

    • langärmelig

    • dreiviertel

    • kurzärmelig

    • Tops

  • Hosen

    • lang

    • dreiviertel

    • kurz

  • Unterwäsche

  • Socken, Strumpfhosen, Söckchen

  • Sportkleidung (lang + kurz)

  • Wintermantel + Schal + Mütze

  • Übergangsjacke

  • Schuhe

    • Sandalen

    • Winterschuhe

    • Laufschuhe

    • Ballerinas

    • normale Schuhe

  • Bikini/ Badeanzug

Waschzeug:

  • Shampoo + Duschbad

  • Schwamm

  • Rasierer + Klingen

  • Eucerin

  • Effaclar

  • Badetücher + Handtücher

  • Zahnputzzeug

Elektronik:

  • Handy

  • Mp3-Player

  • Laptop

  • Kamera

  • Ladegeräte

Reiseapotheke:

  • Globoli

    • Magen-Darm

    • Schnupfen

    • Fieber

    • Halsschmerzen

  • Mittel gegen Durchfall

  • Pflaster

Sonstiges:

  • Bettbezug

  • Federmäppchen

  • Bücher

  • Reisetagebuch/ Gedankenbuch

  • Tasche(n)

  • Wörterbücher

  • Grammatiken

Reisedokumente:

  • Reisepass

  • Flugticket

  • Dokumente für AuslandsKV, -HPV, -UV

Fehlt noch was? Ich hoffe nicht.

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Nur noch 12 Tage, bis ich ins Reich der Mitte abrausche!