Und vielleicht auch noch andere.

Fröhliches Schaffen

Da stehe ich heut morgen also um halb neun in der Küche des Blumencafés und ahne nicht verdränge, wie viel los sein wird. Das Verdrängen hat die Gäste auch nicht daheim bleiben lassen, aber es hat zumindest für den Moment geholfen. Aber auch nur für den.

Es ist wirklich frustrierend. Man steht, ungelogen, zwei Stunden an der Spüle und es sieht trotzdem aus, als hätte man nichts getan. Ach, und die Gäste wollen natürlich immer das, was gerade ausgegangen ist. In vierfacher Ausfertigung, das versteht sich ja von selbst. Manchmal hätte ich gute Lust, einfach den Teller zu nehmen, den Tisch, an der er soll, anzuvisieren und dann zu werfen. Hey, irgendwie muss ich meine Aggressionen Temperament ja ausleben. Allerdings macht ein von einem aus der Küche fliegenden Teller zerschmetterter Schädel 1. viel Sauerei und 2. meine Chefin und auch noch ein paar andere Leute sehr wütend. Und das muss ich am Sonntag nicht haben. Deshalb sage ich statt:“Die soll sich ihr sch*** Frühstück sonst wohin stecken, ich mach ihr nen Salat, wir haben Mittagszeit!“ auch „Aber sicher mach ich noch ein Frühstück, jetzt, wo ich gerade alles dafür weggeräumt habe. Der Gast ist ja König.“

Und dabei werde ich noch nicht mal für’s Freundlich sein bezahlt, denn ich bin die Küchenfee. Ich sollte eine Gehaltserhöhung verlangen. Ach, und bevor ich’s vergesse: Ehemalige Mitarbeiter sind die schlimmsten Gäste. Und Ärzte die schlimmsten Patienten. Und dann, sechseinhalb Stunden später, trete ich aus der Tür an die (frische) Luft und bin ich mir, wie so oft, ganz sicher: ich würde nie, NIEMALS eine Vollzeitstelle in der Gastronomie annehmen.

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