Und vielleicht auch noch andere.

Halbnackte Frauen und “schleimige” Sänger

Dies ist der erste Artikel der neuen Kategorie “verkünstelt”, in der es in Zukunft um Musikvideos, Bilder, Mode und alles, was sonst noch so daneben gehen kann, gehen wird. Natürlich alles andere als objektiv betrachtet.

Der 26 Jahre junge Belgier Jonathan Vandenbroek, besser bekannt als “Milow”, ist ja momentan überall zu hören und auch zu sehen. Seine Akustikversion des Hits von 50 Cent und Justin Timberlake, “Ayo technology“, ist wirklich sehr schön anzuhören. Seine Stimme ist toll, so angehem und weiß fließend wie das Karamell in so mancher Süßigkeit*. Wenn man allerdings das zugehörige Musikvideo sieht, ist es vorbei mit dem angenehmen Karamellgeschmack.

Er sitzt da auf einem Stuhl, in voller Montur, spielt seine Gitarre, singt schön dazu. So weit, so gut. Allerdings “tanzt” vor ihm eine golden angepinselte, mit knappem goldenem Bikini** bekleidete Frau. Wobei man das in meinen Augen auch nicht wirklich tanzen nennen kann, denn sie macht immer nur dieselbe Bewegung: ihn pseudo-erotisch angucken und mit ihren Händen überm Kopf ihr Haar (das ist dunkelbraun, nicht golden) von links nach rechts und wieder zurück zu schwingen, hinter ihr ominöse Rauchschwaden. Also um mich von Hocker zu reißen müsste sie da schon etwas mehr bringen.
So tanzt sie in etwa die Hälfte des Videos lang. Dann kommt plötzlich eine Horde halbnackter Frauen in knappen schwarzen Bikinis auf den armen Mann zugekrabbelt (nachdem sie gemerkt haben “Oh, da sitzt ja ein Mann!”). Ohne Knieschützer. Die gucken übrigens auch so pseudo-erotisch.

Währenddessen fängt dem Milow an dursichtiger Schleim aus Mund, Ohren und ich weiß nicht welchen Körperöffnungen noch, zu laufen. Igitt. Ich bin ja gegen Schleim in Musikvideos.

Als die Horde Frauen dann an ihrem Ziel angekommen sind, klauen sie dem Milow das Jackett, die Gitarre und die Schuhe (und auch die Socken, falls er welche getragen hat). Sie begutachten womöglich auch noch den Schleim, der in mittlerweile überzieht wie eine Glasur den Kuchen.

Zum Schluss kommt dann noch die goldene Vortänzerin, guckt sich die ganze Sauerei auch noch an und dann ist das Video zu Ende.

Das Lied ist super. Auch, wenn der Text etwas zu wünschen übrig lässt (“…she always ready, when you want it, she want it, like a nympho…”          “…let’s get it poppin’ shorty, we can switch positions; from the couch, to the counters in my kitchen…”). Das es aber eine Coverversion ist, kann der Milow nix für den Text.

Aber das Video geht einfach gar nicht. Ich kann Videos, in denen sich halbnackte Frauen räkeln, einfach nicht leiden. Und in diesem Fall passt es einfach nicht zu der schönen Melodie und der wunderbaren Stimme des Sängers.

Ein letztes noch: In diesem Video sind die Menschen auch golden (und zwar alle), und das ist um Welten besser.

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*Seine Stimme erinnert mich wirklich an Karamell. Woher diese ungewöhnliche Assoziation kommt…ich weiß es wirklich nicht.

**Unter dem sich ihre Brustwarzen gut erkennbar abzeichnen. War wohl kalt beim Videodreh.

10 Antworten

  1. Ich mag das Video bevorzugt wegen den Frauen und besonders den Schluss, wenn die Schnipsel herunterfallen und die Frau sich darin dreht. Die Kamera hat das schön aufgenommen. Wenn sich Frauen in 50Cent-Videos “räkeln”, sehe ich das schon anders…

    Und auf den Text sollte man (in diesem Fall) nicht hören… :)

    31. März 2009 um 10:25

    • Über 50-Cent-Videos muss man ja nix sagen, die sind einfach schlecht (ich habe das Gefühl, dass der das mit Absicht macht; vllt. ist es aber auch der Gruppenzwang “Was, du hast keine 30 halbnacken Frauen in deinem Video?! Du Lusche!”)
      Warum räkeln sich eig. nie irgendwelche gut aussehenden Männer in Musikvideos??? Es sind immer nur Frauen…

      31. März 2009 um 12:03

      • Ich mag Frauen lieber in Videos/TV/whatever. Die haben alle eine besondere Ausstrahlung und Magie an sich. Ist bei Männer nie der Fall… warum auch immer!

        31. März 2009 um 16:58

  2. Ich mag überhaupt keinen Schleim. Auch nicht im “wirklichen” Leben. Werde mir die Tage das Video mal anschauen. Die armen Frauen. Gülden angepinselt und dann noch am frieren ;-)

    2. April 2009 um 7:24

    • Ja, die armen Frauen. Das sind ja schon fast menschenverachtende Umstände. :-)

      2. April 2009 um 9:54

  3. DerRobert

    Dass der Song von Nelly ist, ist mir neu und Nelly wahrscheinlich auch. ;)

    Den Text find ich eigentlich ganz ok. Wenn man die Textzeilen natürlich herausreist, hört es sich noch krasser an.

    Das Video find ich super. Gerade dass es am Anfang zwischen der heißen (frierenden) Schnitte und dem naja-aussehenden Milow hin und her wechselt und dass es immer eckliger/schleimiger wird, macht das Video sehenswert.

    6. April 2009 um 21:55

    • Schon geändert. ;-)
      Dass dir das Video gefällt war mir irgendwie klar. (Ihr Männer seid doch alle gleich! :-D)

      7. April 2009 um 10:57

  4. Vee

    Also ich muss schon zustimmen, das Lied ist super, aber das Video find ich auch mehr als merkwürdig. Vorallem für was soll denn der Schleim stehen? ich seh da nicht so den Sinn dahinter…wenn mir da jemand weiter helfen könnte wärs super;-)

    23. April 2009 um 16:59

    • Ich hab leider auch noch nicht rausgefunden, was das mit dem Schleim soll. Leider hab ich auch keine Idee, was der symbolisieren könnte. Müsste man wohl mal den Milow fragen. ;-)

      23. April 2009 um 19:39

  5. margee

    ich finde das video + lied genial.
    vll habt ihr es noch nciht bemerkt aber milow lässt die damen mit absicht so “pseudo-erotisch” tanzen weil er kritisieren will dass frauen immer genau so in musikvideos dargestellt werden… auch hat er genau dieses lied genommen weil es eben (textlich) zu den frauen passt bzw auch veranschaulicht wo wir mit unserer musik mittlerweile gelandet sind.
    und noch etwas: 80% aller leute die das lied mitsingen haben keine ahnugn was sie da überhaupt singen und tun es nur aufgrund der schönen melodie die wohl anderes vermuten lässt als einen solchen text.
    fazit: weiter so milow. mir gefällt deine art und hirn hast du weitaus mehr als der großteil der “großen” musiker…

    8. August 2009 um 10:34

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