Gilbert hat mir auch schon mal besser gehorcht. Heute findet er es scheinbar lustig, Musik nur noch in halber Geschwindigkeit abzuspielen…
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“…He said ‘I wanna shine in the eye of Orion
But I drove my soul through the Black Hole!’
She said ‘What a wonderful way to wake me’…”
aus Rocky took a lover von Bell X1 (Album: Flock)
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Ich bin quasi wie gemacht für’s Leben im Ausland. Ich passe mich schnell an neue Gegebenheiten an, finde mich schnell in neuen Situationen zurecht. So weit, so gut.
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1. Ich habe keine Lust zu duschen.
2. Sollte ich das aber.
3. Muss ich noch den Unterricht vorbereiten wozu ich
4. auch keine Lust habe.
5. Habe ich heute versucht, einen vermeintlichen Fleck an meinem Finger wegzuwischen der sich 6. als eine durch meine Haut scheinende Ader herausstellte was mich 7. ein bisschen irritierte.
Ich bin dann mal duschen…
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Heute wurde mir doch tatsächlich von der Schulleiterin geraten, dass ich mir einen Freund suchen sollte. Während eines Gesprächs über Reisetipps für China. So sind sie eben, die Chinesen.
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“…you’re a mountain, that I like to climb,
not to conquer,
but to share with you…”
aus black heart inertia von Incubus (Album: monuments and melodies)
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Nun ist es soweit: etwas über die Hälfte meiner Zeit hier ist vorbei. Ich ziehe mal ein kurzes Zwischenfazit:
Ich habe hier gelernt,…
…dass man den Winter in Nordchina in langen Unterhosen und drei Lagen Kleidung verbringt.
…was “Schlüsseldienst” auf Chinesisch bedeutet.
…dass das deutsche Sprichwort “Harte Schale, weicher Kern” auf Chinesisch “Messer[scharfer] Mund, tofu[weiches] Herz” bedeutet.
…dass deutsche Butter viel besser schmeckt.
…dass man im Winter in Nordchina immer heißes Wasser oder Tee dabei haben sollte.
…dass die Partei entscheidet, wann die Heizungen an- und auch wieder ausgeschaltet werden.
…dass das Leben mit einem bisschen mehr Geduld viel leichter geht. Niemand, der nicht gerade mit Wehen oder einer schweren Verletzung auf dem Weg zum Krankenhaus ist, hat es wirklich eilig.
…dass Töpfe tatsächlich auch mal Löcher haben können.
…dass es in meinem Wohhaus tatsächlich noch Leute gibt, die meine Nationalität noch nicht kennen.
…dass ich den Chinesen langsam mal glauben kann, wenn sie mich für mein gutes Chinesisch loben.
…dass es in Städten am Meer durch den Wind a****kalt werden und einem dann bei einem Spaziergang am Meer ohne Mütze auch schon mal das Gehirn einfrieren kann.
…dass man alle 10 Staffeln von Friends auch für umgerechnet 9,60 € bekommen kann.
…dass Schüsseln unterm Waschbecken auch als Klospülung dienen können.
…dass man manchmal einfach nicht so anspruchsvoll sein sollte.
Teil 2 gibt’s dann in 6 Monaten.
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Neuigkeit des Tages:
Es hat Plusgrade. Vier sogar. Da kann der Frühling ja kommen!
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“…you’re so much more endearing with the sound turned off…”
aus talk-shows on mute von Incubus (Album: a crow left of the murder)
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Sie hat lange auf sich warten lassen, aber nun ist sie da: Folge 4 der Serie “Die und wir”
- Bei uns ist man es ja gewohnt, dass einem alles schon geschnitten, geschält, auseinandergenommen und vorgekaut serviert wird. Hier ist das anders. Lebensmittel kauft man hier meist “im ganzen”. Ganzheitliches Einkaufen sozusagen. Natürlich geht kein Chinese in den Supermarkt und nimmt sich ein ganzes Schwein aus dem Kühlregal, weil er heute abend Schweinefleisch essen will. Allerdings kann man sich das komplette Tier hier problemlos zusammenkaufen; es gibt hier wirklich jedes Teil vom Tier zu kaufen! Von Schweineschnauzen und -Köpfen über -bauch und -schwarten bis hin zu den Füßen*.Kerne wären ein anderes Beispiel: Sonneblumen- oder andere Kerne werden hier immer mit Schale verkauft. Am Anfang habe ich zugegebenermaßen noch ziemlich viel Schale mitgegessen, aber mittlerweile hab’ ich die Technik** raus.
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“…each scar I bear sings…”
aus monuments and melodies von Incubus (Album: alive at red rocks)
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Da guckt man mal einen Nachmittag lang nicht aus dem Fenster und schon ist draußen alles verschneit.
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